Rechenschwäche erkennen

Liegt der Verdacht einer Rechenschwäche oder Rechenstörung von Seiten der Eltern oder Lehrer vor, sollte das Kind von Fachkräften untersucht werden, um festzustellen, ob eine Rechenstörung vorliegt.

Wer kann eine Rechenstörung feststellen?

    • Diplom Psychologen

    • Ärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

    • Psychotherapeuten für Kinder- und Jugendliche

Rechenschwäche/ Rechenstörungen lassen sich nach medizinischen Kriterien einstufen.

    • Rechenschwäche infolge von Intelligenzminderung.

    • Rechenschwäche bedingt durch Behinderungen, organischen und psychischen Erkrankungen.

    • Rechenschwäche bestimmt durch mangelnde Bedürftigkeit an emotionaler und körperlicher Zuneigung.

    • Rechenschwäche in infolge qualitativ minderwertigen Unterrichts.

    • Rechenschwäche durch den Abbau von bereits erlernten Rechenfähigkeiten.

Zur Feststellung einer Rechenschwäche oder Dyskalkulie sind eine Reihe von Test (allgemeiner Intelligenztest, standardisierter Rechentest) notwendig, die von Ärzten, Therapeuten bzw. Psychologen durchgeführt werden.

Nicht nur mathematische Fähigkeiten werden getestet, wichtig ist die gesamte Entwicklung des Kindes zu beurteilen.

Zur Gesamtentwicklung des Kindes gehören:

    • familiäre Situation

    • Sozialverhalten im privaten Bereich sowie in der Schule

    • Fähigkeiten des Denkvorganges und Wahrnehmungsvorgänge

    • Entwicklung der Sprache und der Motorik

    • Hör- und Sehleistung

    • Konzentration und Aufmerksamkeit

    • psychosomatische Erkrankungen

Zur Einschätzung des schulischen Lern- und Leistungsstandes sollte von der Schule (Klassen- und Fachlehrer) ein Bericht zur Lernentwicklung, Leistungen und Noten des Kindes vorgelegt werden.

Für den Psychologen ist es auch sehr wichtig zu wissen, wie das Kind den Mathematikunterricht beurteilt.

    • Wie ist das Schüler-Lehrerverhältnis?

    • Wie ist das allgemeine schulische Interesse des Kindes?

    • Wurden bereits Fördermaßnahmen durchgeführt?

    • Gibt es bereits eine Diagnostik zur Rechenschwäche?

Eine Rechenschwäche/ Rechenstörung liegt dann vor, wenn die mathematischen Leistungen deutlich von der allgemeinen Intelligenzmessung abweicht.


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